Bewertung im mediengestützten Unterricht mit Tablets und SmartPhones

(Gerechte) Bewertungen von SchülerInnen sind im normalen Unterrichtsbetrieb ohnehin schon schwierig. Sie gelingen im Rahmen „analoger“ Unterrichtsgestaltung nur, indem sich die Lehrkräfte nach und nach auf Einzelne fokussieren. Dazu dienen im Wesentlichen die Methoden der Beobachtung und Interaktion von und mit SchülerInnen.
Weder die eine noch die andere Methode steht jedoch im mediengestützten Gruppenunterricht bisher sinnvoll zur Verfügung.
Zu unseren noch „schlummernden“ Lösungen gehört ein Konzept, die Aktivitäten Lernender zu visualisieren und damit eine realistische Bewertung zu ermöglichen.

History

Dieses Konzept namens „ActivityClocks“ war Teil meiner wissenschaftlichen Arbeit in der AG Nordmeier/Didaktik der Physik an der Freien Universität Berlin. Folgende Grundsätze haben die Ausarbeitung beeinflusst:

  • LehrerInnen sollten in der Lage sein, die Aktivitäten Lernender beim Gebrauch interaktiver Medien real zu beurteilen.
  • LehrerInnen sollten dazu nicht genötigt sein, komplexe Statistiken von Trackingdaten zu analysieren.
  • Die Visualisierung einer Aktivitätsauswertung sollte verstehbar wie eine Schulnote und im didaktischen Blickwinkel wandelbar sein.
Schüler beim Arbeiten mit dem "WetterGenerator", dessen Trackingdaten danach mit ActivityClocks visualisiert wurden.

Schüler beim Arbeiten mit dem „WetterGenerator“, dessen Trackingdaten danach mit ActivityClocks visualisiert wurden.

Überblick der Aktivitäten der SchülerInnen als ActivityClocks im Vergleich.

Überblick der Aktivitäten der SchülerInnen als ActivityClocks im Vergleich.

Eine Visualisierung alleine birgt natürlich noch keine Lösung für den Unterricht; es gehörten genaue Konzepte für das Was und Wie der verwendbaren Daten dazu.Ferner wurde eine erste Umsetzung mehrmals in einer Berliner Schule erprobt – dazu später einmal mehr in den Referenzen.

Gegenwart und Zukunft im Rahmen von Schulkontext

Die Möglichkeiten der Lernmedien haben sich seit der letzten Erprobung stark gewandelt. Mobile Lernszenarien – auch jene, die wir hier mit Hilfe von Augmented Reality und des Technology Augmented Textbooks entwickeln – sind Realität geworden.
Daher passen wir das Konzept derzeit entsprechend an; sowohl technisch als auch konzeptionell. Das macht eine Menge Spaß, weil wir auch hier, wie so oft, merken, dass etwas in dieser Art dringend gebraucht wird. Wir scheinen aber bei der Umsetzung ganz vorne mit dabei zu sein.

Statt der damaligen Adobe Flex basierten ActivityClocks-Chartfunktionen sind wir jetzt dabei, auf performante JavaScript basierte Funktionen umzusteigen.